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Weintipp

Sachsen-Anhalt/Saale-Unstrut

Die Region Saale-Unstrut ist das nördlichste Qualitätsweinbaugebiet Europas. Die Ausgewogenheit von Sonne und Kühle sorgt für spritzige, feingliedrige Tropfen. Hauptsorte ist der Müller-Thurgau. Stolz sind die Winzer aber auch auf ihren Weissburgunder, Silvaner und Riesling. Auf einem Viertel der Fläche wachsen Rotweinsorten: Portugieser, Dornfelder, Spätburgunder und Zweigelt.

Mauern, die Geschichte tragen: tausend Jahre in der Mitte Deutschlands

Im Mittelalter waren die Städte, die auf dem Territorium des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt versammelt sind, kulturelle Zentren des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. Die "Strasse der Romanik" verbindet die sieben Domstädte mit imposanter Sakralarchitektur und reichem Fachwerk- und Burgenbestand. Sie führt heute an jene Stätten, an denen Geschichte geschrieben wurde. Die steinernen Zeitzeugen Sachsen-Anhalts sind bis zu tausend Jahre alt. Im Südwesten ist die Region von den Ausläufern des Harzes geprägt. Bis heute geben der Elbstrom, die Saale, der Mittelland- und der Elbe-Havel-Kanal zumindest teilweise den Takt vor, in dem auf diesem Landstrich gelebt, gearbeitet und Entspannung gesucht wird.
 

Halberstadt und Quedlinburg

Seit dem Mittelalter wird Halberstadt von seinen schlanken Kirchtürmen dominiert. Die Liebfrauenkirche aus dem 11. Jahrhundert ist die einzige romanische Kirche Mitteldeutschlands, die mit vier Türmen ausgestattet wurde. Einer der wenigen Botschafter des französischen Kathedralschemas ist der Stephansdom. Die ungewöhnliche protestantisch-katholische Doppelnutzung des Doms nach der Reformation sollte sich als glückliche Fügung für den Domschatz erweisen:

Er blieb weitgehend unangetastet und wird in einer neuen Dauerausstellung gezeigt.

Die Stiftskirche St. Servatii in Quedlinburg (UNESCO-Welterbe), ein imposantes hochromanisches Bauwerk, birgt einen der ältesten und wertvollsten mittelalterlichen Kirchenschätze im deutschsprachigen Raum. Viele auserlesene Stücke dieses Kirchenschatzes, darunter kostbare Elfenbeinschnitzereien und ein kunstvoll gefertigtes antikes Steingefäss, kamen vermutlich bereits im 10. Jahrhundert als Geschenke ottonischer Kaiser in den Besitz des Stiftes.
 

Naumburg und Merseburg

Der in mehreren Bauphasen errichtete Dom des Bistums Naumburg ist zugleich eines der wichtigsten Zeugnisse der Frühgotik. Bekannt ist die Kathedrale für ihre beiden Lettner, vor allem aber für die in Stein gehauenen Skulpturen ihrer Stifter, Ekkehards II., Markgraf von Meissen, und seiner schönen Gemahlin Uta. Das Domschatzgewölbe beherbergt Schätze des Domstifts Naumburg, u.a. kostbare Handschriften, prachtvolle Flügelaltäre, Gemälde und Skulpturen.

Johannes dem Täufer und dem heiligen Laurentius ist der Merseburger Dom geweiht, der von einer der grössten Orgeln der Romantik geistlich-musikalisch beschallt wird. Sehenswert auch der Merseburger Domschatz. Dazu gehören die berühmten Merseburger Zaubersprüche aus dem 10. Jahrhundert, die zu den ältesten Schriftzeugnissen deutscher Sprache zählen.

 

Magdeburg

Die älteste gotische Kathedrale auf deutschem Boden steht in Magdeburg, der heutigen Landeshauptstadt. Der Dom St. Mauritius und Katharina ist die ehemalige Kathedrale des Erzbistums Magdeburg und zugleich Grabeskirche Ottos I. Einige Teile des Doms brachte der Kaiser von einer Reise nach Ravenna mit. Die Opulenz der Moderne spiegelt dagegen "DIE GRÜNE ZITADELLE® VON MAGDEBURG" wider. Das Architekturprojekt von Friedensreich Hundertwasser verkörpert das Gegenteil der monumentalen Domarchitektur.
 

Havelberg

Die kleine Stadt in der Altmark war im frühen Mittelalter eine Speerspitze der christlichen Mission. Otto I., 948 noch König, gründete dieses früheste Bistum Ostelbiens zur Missionierung der Westslawen. Der Dom
St. Marien ist das wichtigste Zeugnis dieser Zeit. Weiteren Einblick in die bewegte Geschichte der Stadt erlaubt das vor fast 100 Jahren gegründete Prignitz-Museum. Halle (Saale)

Halle (Saale), an der Südroute der "Strasse der Romanik" gelegen, ist Geburtsstadt Georg Friedrich Händels. Bereits zu seinen Lebzeiten genoss er den Ruf eines Star-Komponisten. Der mehr als 700 Jahre alte Dom der Stadt ist heute Stätte der jährlich stattfindenden Händel-Festspiele.

 

Zeitz

Zeitz war Königspfalz und Bischofssitz. Der Rang, den die Stadt einst einnahm, lässt sich bis heute aus dem imposanten Anblick der barocken Schlossanlage Moritzburg ableiten. Im Schlosspark sind Themengärten angelegt; u. a. ein Lustgarten und ein japanischer Park. Besondere Attraktion der Stadt ist ihr Höhlensystem. Das "unterirdische Zeitz" mit seinen rund 300 Gängen wurde einst angelegt, um frisch gebrautes Bier einzulagern.
 
 

Stendal

Mit ihren Backsteinhäusern bewahrt die Altstadt Geschichte und Geschichten. Sehenswert sind der Dom St. Nikolaus und das Rathaus mit dem Roland, dem die Stendaler jedes Jahr im Juni ein eigenes Stadtfest widmen.
 
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Romantik und Charme

Die "Himmelsscheibe von Nebra" ist mit 3.600 Jahren die älteste konkrete Sternenabbildung der Welt. Mehr darüber erfährt man im Himmelswege-Besucherzentrum "Arche Nebra", dessen futuristische Architektur einen besonderen Charme hat.

Gastlichkeit und Genuss

Für Schlemmermäuler ein absolutes Muss: der Salzwedeler Baumkuchen. Das königliche Gebäck wird hier bereits seit 200 Jahren in Handarbeit, vor offenem Feuer auf einer sich drehenden Holzwalze, hergestellt. Sein einzigartiges Aroma begeistert weltweit die Geschmäcker.

Tradition und Geschichte

29.6. - 2.11.2011 Landesausstellung: "Der Naumburger Meister. Bildhauer und Architekt im Europa der Kathedralen" in Naumburg.

Natur und Landschaft

Der Harzer Hexenstieg - höllisch schön und teuflisch spannend. Rund 100 km erstreckt sich das Wander-Highlight des Harzes von Ost nach West, über den sagenumwobenen Brocken hinweg, den höchsten Berg Norddeutschlands.